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Blutplasma

Das Blutdoping ist eine Methode zur künstlichen Erhöhung der Hämoglobinkonzentration im Blut eines Sportlers durch per Infusion zugeführte Blutkonserven roter Blutkörperchen. Höhere Hämoglobinkonzentrationen verbessern die Sauerstoffaufnahme sowie Sauerstofftransportkapazität des Blutes, welche dem blutgedopten Sportler eine Steigerung seiner Ausdauerleistung ermöglichen. Die für die Infusionen benötigten Blutkonserven können zuvor durch Eigenblutspenden oder Fremdblutspenden einer bzw. mehrerer geeigneter fremder Personen angelegt werden.

Blutdoping steht seit 1988 auf der Liste der verbotenen Methoden des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) sowie der World Anti-Doping Agency (WADA).

Vorgehensweise

Für das Eigenblutdoping wird dem Sportler einige Wochen vor dem Wettkampf Blut abgenommen. Der Sportler hat die Zahl der in seinem Blut enthaltenen Erythrozyten bereits zuvor durch Absolvieren eines Höhentrainings oder Anwendung von EPO erhöht. In einer Zentrifuge trennt man die roten Blutkörperchen von den restlichen Blutbestandteilen, die dem Spender umgehend wieder in den Blutkreislauf zurückgeführt werden. Die gewonnene Blutkonserve konzentrierter roter Blutkörperchen wird mit einem Gerinnungshemmer/Stabilisator versetzt und gekühlt gelagert. Kurz vor dem Wettkampf führt man dem Sportler die Blutkonserve per Infusion zu. Beim Fremdblutdoping benötigt man einen Spender mit identischer Blutgruppe und identischem Rhesusfaktor, welcher auch Nichtsportler sein kann, was den Vorteil hat, dass dieser keinen Kontrollen unterliegt.

Wirkung

Mittels Blutdoping können Leistungssteigerungen bis ca. 5 % erzielt werden.[2]

Gefahren

Nachweisbarkeit und ihre Grenzen

Blutdoping mittels EPO kann seit dem Jahr 2000 auch in geringen Konzentrationen durch ein mehrstufiges Verfahren im Urin nachgewiesen werden.

Ende 2003 gelang einer australischen Forschergruppe die Entwicklung eines Nachweis-Verfahrens für Fremdblutdoping. Das Verfahren basiert auf der hohen Wahrscheinlichkeit im Blut zweier verschiedener Personen unterschiedliche Antigen-Gruppierungen vorzufinden. Auf diese Weise können Fremdblutanteile von weniger als 5 % erkannt werden.

Eigenblutdoping ist bisher nicht nachweisbar. Im Blut befindliche Spuren des oft als Stabilisator verwendeten Glykols können jedoch einen Hinweis auf Eigenblutdoping liefern. Außerdem kann über die Messung des Hämatokritwertes der Anteil der roten Blutkörperchen im Blut bestimmt werden.

Im Radsport werden seit 1997 Athleten, bei denen ein Hämatokritwert von über 50 % festgestellt wird, aus Sicherheitsgründen gesperrt. Die Verwendung dieses Wertes als Kriterium für sanktionierende Maßnahmen ist jedoch problematisch. Einerseits können Sportler, die Blutdoping betreiben, durch Zufuhr von Flüssigkeit, Seren oder verflüssigenden Mitteln vor der Kontrollmessung ihren überhöhten Hämatokritwert vorübergehend unter 50 % drücken und das Blutdoping somit verschleiern. Andererseits kann allein schon durch genetische Veranlagung oder legale Trainingsmethoden (wie z.B. Höhentraining) ein im Radsport wettbewerbswidriger Hämatokritwert erreicht werden. Der Wert ist also keineswegs ein eindeutiger Indikator für Doping.

Auszug aus Wikipedia - der freien Enzyklopädie