|
Social Bookmarking |
|
|
|
Der Musculus deltoideus (Deltamuskel) ist ein dreieckiger Skelettmuskel, der wie ein Paket über dem Schultergelenk liegt und ihm Halt verleiht, indem er den Humeruskopf in die Gelenkpfanne drückt. Der Musculus deltoideus ist wesentlich an der Kontur der Schulterregion beteiligt.
Der Deltamuskel lässt sich beim Menschen in drei Teile untergliedern:
- Pars clavicularis (Schlüsselbeinteil)
- Pars acromialis (Schulterhöhenteil)
- Pars spinalis (Grätenteil),
Bei vielen Säugetieren ist die Clavicula (Schlüsselbein) zurückgebildet und daher die Pars clavicularis nicht ausgebildet. Bei Tieren ohne Acromion (z. B. Pferde, Echte Schweine) fehlt auch die Pars acromialis. Die Pars spinalis wird in der Veterinäranatomie als Pars scapularis (Schulterblattteil) bezeichnet.
Funktion
Nach initialer Abduktion des Armes um ca. 10 Grad durch den Musculus supraspinatus zieht der Deltoideus mit seinen mittleren Fasern (pars acromialis) den Arm bis ungefähr 60 Grad nach oben, bevor er aktiv insuffizient wird. Nun erreichen jedoch die gefiederten Anteile (Pars clavicularis und spinalis) ihre benötigte Hubhöhe und können den Arm somit weiter abduzieren und elevieren (über 90 Grad heben). Für das Heben des Armes über die Horizontale (Elevation) ist jedoch eine Rotation des Schulterblattes nötig, da der Arm ansonsten gegen das Schulterdach stößt. Die vorderen Fasern ziehen den Arm zusätzlich nach vorne (Flexion oder Anteversion) und drehen ihn nach innen (medial), die hinteren Fasern hingegen ziehen den Arm nach hinten (Extension oder Retroversion), und drehen ihn nach außen (lateral).
Bei den vierfüßigen Säugetieren wirkt der Muskel als Beuger des Schultergelenks.
Der Musculus deltoideus wird aufgrund seiner Lage (Entfernung von Nerven oder Arterien) zur intramuskulären Injektion von Medikamenten genutzt.
Auszug aus Wikipedia - der freien Enzyklopädie





